|
Vor mehr als 100 Jahren war die Elbe, gemessen an der Anzahl der Schiffe, der verkehrsreichste Fluss Europas. Von 1945 bis zum Fall der Mauer verhinderte der „Eiserne Vorhang“ einen regelmäßigen Nordsee-Osteuropa-Verkehr. Dabei ist die Elbe für den Osten das, was der Rhein für den Westen Deutschlands ist: eine Hauptverkehrsader.
Von der Nordsee aus durchzieht sie den östlichen Teil Deutschlands über
Magdeburg und Dresden bis nach Tschechien – über die Moldau wird Prag
erreicht. Zwar hat sich die Binnenschifffahrt auf der Elbe noch nicht
von der historischen Teilung erholt. Und nach wie vor stellen lange
Niedrigwasserperioden ein logistisches Problem dar, für das eine Lösung
gefunden werden muss. Dennoch gibt es deutliche Signale für eine
erfolgreiche Elbe-Binnenschifffahrt, die eine wirtschaftlich
konkurrenzfähige und umweltfreundliche Alternative zum LKW-Transport
darstellt. Denn trotz des 2002 beschlossenen Ausbaustopps der 1992
festgelegten Strombaumaßnahmen an Mittel- und Oberelbe ist die Elbe bis
zum Tschechischen Pardubitz beschiffbar.
|