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27.10.2008
„Die Zukunft der Metropolregion nicht verspielen“
„Lebensadern der Region: Nord-Ostsee-Kanal und Tideelbe“ im Hamburger Rathaus
Mit einem Senatsempfang hat Axel Gedaschko heute „Lebensadern der Region: Nord-Ostseekanal und Tideelbe“ eröffnet. Die gemeinsame Ausstellung von Wirtschaftsbehörde und dem Projektbüro Fahrrinnenanpassung stellt letztere sowie den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals vor und erläutert beide in ihren einzelnen Facetten.

Mit einem Senatsempfang hat Axel Gedaschko heute „Lebensadern der Region: Nord-Ostseekanal und Tideelbe“ eröffnet. Die gemeinsame Ausstellung von Wirtschaftsbehörde und dem Projektbüro Fahrrinnenanpassung stellt letztere sowie den Ausbau des Nord-Ostsee-Kanals vor und erläutert beide in ihren einzelnen Facetten.

Die Fahrrinnenanpassung trage ihren Teil dazu bei, dass die deutsche Exportwirtschaft weiterhin leistungsfähig bleibe, erklärte der Senator bei der Ausstellungseröffnung. Ohne ihre Umsetzung drohten Arbeitsplatzverluste. Der Hamburger Hafen ist mit 160.000 Arbeitsplätzen einer der größten Arbeitgeber Norddeutschlands.

Axel Gedaschko: „Ohne einen bedarfgerechten und möglichst zügigen Fahrrinnenausbau von Unter- und Außenelbe verspielt die Metropolregion einen wichtigen Teil ihrer wirtschaftlichen Zukunft. Mittel- und langfristig würde sich einer der Top Häfen der Welt in die Zweite Liga verabschieden und den Logistikstandort Metropolregion einschneidend schwächen.“

„Extrem hohes Verständnis für Deichschutz“

Hamburg habe aufgrund seiner eigenen Geschichte ein „extrem hohes Verständnis“ für Deichschutz, erklärte der Wirtschaftssenator. Im Falle der geplanten Fahrrinnenanpassung sei es gelungen, einen Planungsansatz zu entwickeln, der keine Gefahren für die Deiche an der Elbe mit sich bringe und gleichsam Natur und Umwelt weitgehend schone. Die kritischen Einlassungen von Bürgern, Verbänden, Kommunen, Kreisen und auch der Landespolitik in Niedersachsen und Schleswig-Holstein zeigten dies sehr deutlich. Der Bund und Hamburg hatten dazu jüngst den engen Dialog mit den Betroffenen gesucht und die Planung des Fahrrinnenausbaus in vielen Punkten überarbeitet. Insbesondere beim Thema Hochwassersicherheit seien noch einige Fragen ab­schließend zu beantworten, so Axel Gedaschko. Der Senator zeigte sich angesichts des Verlaufs des aktuellen Genehmigungsverfahrens zuversichtlich, dass mit dem geplan­ten Fahrrinnenausbau in absehbarer Zeit begonnen werden kann: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass die derzeit in diesem Zusammenhang von der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes mit Niedersachsen und Schleswig-Holstein sehr sorgsam geführten Gespräche zu guten und tragfähigen Lösungen führen werden.“

Seeschifffahrt als umweltfreundlicher Verkehrsträger

Der Wirtschaftssenator betonte, dass Seeschifffahrt ein sicherer und umweltfreundlicher Verkehrsträger sei, mit dem die ökologischen und ökonomischen Interessen in Einklang gebracht werden könnten. Zu den globalen Emissionen von CO2 trägt die Seeschifffahrt 2,7 Prozent bei, obwohl Seeschiffe über 90 Prozent des inter­kontinentalen Güterverkehrs leisten. Eine Verlagerung der Verkehre von der Straße auf den Wasserweg und die Schiene sei angesichts des Verkehrsengpasses in Deutschland unbedingt notwendig. Dank der ausgezeichneten Anbindung der norddeutschen Häfen an die europäischen Schienentransportsysteme und Binnenwasserstraßen könnten auch im Weitertransport umweltschonende Wege genutzt werden, erklärte Axel Gedaschko.

Kooperation der norddeutschen Häfen angestrebt

Zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsposition der norddeutschen Häfen hält der Wirtschaftssenator strategische Hafenkooperationen für sinnvoll: „Wir müssen in Fragen der Hafenpolitik neue Wege gehen, um die Wettbewerbsfähigkeit aller Häfen zu verbessern und den prognostizierten Wachstum des Seeverkehrs zu bewältigen. Die Elbehäfen von der Nordsee bis Hamburg müssen als gemeinsame maritime logistische Drehscheibe betrachtet werden.“ Ein wichtiger Schritt dazu sei der im März 2008 ins Leben gerufene Gesprächskreis Unterelbe, dem die fünf Seehäfen Cuxhaven, Stade, Brunsbüttel, Glückstadt und Hamburg angehören. In diesem Gesprächskreis werden Kooperationsfelder wie etwa die internationale Vermarktung auf Messen, der Austausch zwischen den Häfen zu Fragen der Flächenvergabe sowie mögliche gemeinsame Positionen gegenüber dem Bund bei der Verbesserung der Hinterlandanbindung ausgelotet.


Pressestelle der Behörde für Wirtschaft und Arbeit
Kerstin Feddersen
, Pressesprecherin Wirtschaft und Arbeit
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