"Innerhalb von fünf Jahren ist die Zahl der
Beschäftigten, die mit dem Hafen zu tun haben, von 145 000 auf 163
000gestiegen. Allein 2007 wurden 2000 Arbeitsplätze geschaffen und 900
Millionen Euro Steuern eingenommen", sagte Wirtschaftssenator Gunnar
Uldall gestern in Hamburg. In diesem Jahr rechnet das Hafen Hamburg Marketing
mit einem Plus auf 10,8 Millionen TEU und einem Umschlag von 146 Millionen
Tonnen.
Mit "Tempo", so Uldall, soll dafür innerhalb des
2,9 Milliarden Euro teuren Ausbauprogramms des Hafens die Elbevertiefung
vorangetrieben werden.
Immerhin sei die Zahl der Schiffe mit mehr als 13,50
Meter Tiefgang in Hamburg von 318 im Jahr 1999 auf 1979 im vergangenen Jahr
gestiegen. Das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau soll spätestens bis
Ende des Jahres abgeschlossen und in zwölf Monaten mit dem Ausbaggern begonnen
werden. Den Vorstoß von Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD), das Wattenmeer
außerhalb des Hamburger Gebietes als Weltnaturerbestätte der Unesco anzumelden,
kritisierte der Senator gestern scharf. Er fürchtet weitere Verzögerungen bei
der Vertiefung des Flusses und eine zusätzliche Bürokratisierung. "Wir
prüfen, ob die Teilnahme an der Weltnaturerbestätte ohne einen Beschluss des
Bundeskabinetts möglich ist", sagte Uldall. 2007 hat Hamburg seine Position
im Containerumschlag gegenüber den Konkurrenzhäfen an der Nordsee weiter
gesteigert. Der Marktanteil liegt jetzt bei 26 Prozent. "Wir konzentrieren
uns auf die Wachstumsmärkte Asien sowie die Ostseeanrainer Russland, Polen, Finnland
und Schweden", sagte Hafen Marketing-Vorstand Jürgen Sorgenfrei. Allein im
Chinahandel wurden 3,1Millionen TEU verladen.
Auch der Umschlag mit konventionellem Stückgut, das nicht in
Container passt, legte 2007 um 9,1 Prozent zu. "Wir brauchen dieses
Angebot, weil Containerreeder darauf zurückgreifen wollen", so Sorgenfrei.
Beim stärker von Schwankungen betroffenen Massengut gab es einen Rückgang um
2,4 Prozent auf 41,7 Millionen Tonnen. Dies sei immer noch ein "gutes
Ergebnis". rz
Hamburger Abendblatt 1.2.2008