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Geschichte der Elbhäfen
An der Unterelbe lassen sich eine Reihe alter Städte mit einer langen Geschichte entdecken. Zu ihnen gehört Stade mit seiner mehr als tausendjährigen Geschichte. Die schon Ende des 8. Jahrhunderts von fränkischen Eroberern als Markt- und Hafensiedlung angelegte Stadt trat im 13. Jahrhundert der Hanse bei.

Bis 1189 besaß sie den bedeutensten Hafen an der Unterelbe. Der Hafen wurde jedoch im Laufe des 15. Jahrhunderts für die größer werdenden Schiffe schnell zu klein und verlor an Ansehen. Erst seit Ende des 19. Jahrhundert erfährt Stade durch den Bau eines neuen Hafens und einer Eisenbahnlinie wieder wirtschaftlichen Aufschwung.
Der zweitälteste Hafen ist Glückstadt. Die Stadt wurde 1617 von dem dänischen König Christian IV. als Festungs- und Hafenstadt gegründet. Christian verfolgte damit das Ziel, einen Stützpunkt in der Nähe Hamburgs zu unterhalten und Hamburg im Handel Konkurrenz zu machen. Wenige Jahre nach der Gründung führte Christian die Stadt zu einer kurzen Blüte, sie konnte aber mit Hamburg nie ernsthaft konkurrieren.
Ein weiterer wichtiger Elbhafen ist Cuxhaven, das als Seebad 1816 von Amandus August Abendroth gegründet wurde und damals noch zu Hamburg gehörte. Nachdem Cuxhaven und das Amt Ritzebüttel vereinigt wurden, bekam Cuxhaven 1907 Stadtrechte. Schon im 19. Jahrhundert spielte der Hafen eine große Rolle. 1885 wurde der Fischereihafen fertig gestellt, der sich später zum wichtigsten Standort der Hochseefischerei entwickelte. Die Hafenanlage wurden in den folgenden Jahren kontinuierlich erweitert. Große Passagierschiffe wie etwa die imposanten HAPAG-Schnelldampfer „Imperator“ und „Vaterland“ wurden hier abgefertigt.
Der Hafen Brunsbüttel gewann erst spät an Bedeutung. Allerdings betrieben die Brunsbüttler schon im zwölften Jahrhundert erfolgreich Fischerei und Ackerbau und der Handel mit den Hansestädten und benachbarten Staaten brachte ihnen beachtlichen Gewinn und den Ruf, respektable Geschäftspartner zu sein ein. Den großen wirtschaftlichen Aufschwung erfuhr Brunsbüttel jedoch erst ab 1887 durch den Bau des „Kaiser-Wilhelm-Kanals“, dem heutigen Nord-Ostsee-Kanal, der in den folgenden Jahren bedeutende Großbetriebe in diese Region lockte. Der Nord-Ostsee-Kanal ist noch heute die meistbefahrene Wasserstraße der Welt.