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Nautische Zufahrtsbedingungen des Hamburger Hafens - ein Leben mit der Tide
Nautische Zufahrtsbedingungen des Hamburger Hafens - ein Leben mit der Tide. Der Hamburger Hafen verfügt über hohe Umschlagkapazitäten und eine sehr gute Infrastruktur. Doch durch die derzeit noch zu geringe Fahrrinnentiefe der Elbe können bislang nur Schiffe mit einem Tiefgang von maximal 12,5 m unabhängig von der Tide auf der Unterelbe verkehren. Schiffe mit einem Tiefgang von mehr als 12,5 m müssen sich nach dem Tidehub richten. So können Schiffe mit einem Tiefgang von 13,5 m den Hamburger Hafen nur in einem etwa einstündigen Startfenster verlassen. Handelsschiffe der Post-Panmax-Klasse mit einem maximalen Tiefgang von über 13,5 m können auch unter Ausnutzung des Tidehubs nur mit verringerter Ladung fahren. Doch gerade dieser Schiffstyp wird im nächsten Jahrzehnt den Überseeverkehr dominieren. Allein zwischen 1999 und 2005 haben die in Fahrt befindlichen Containerschiffe mit einem Tiefgang von 13,5 bis 14,5 m um 298 % zugenommen. Vor allem in dem für Hamburg wichtigen Ostasienverkehr werden große Containerschiffe der Post-Panmax-Klasse mit hohem Tiefgang eingesetzt. Durch die zur Zeit herrschenden Zufahrtsbedingungen wird die Elbe zum Nadelöhr. Denn neben unkalkulierbaren Wartezeiten und den damit verbundenen Verspätungen führt der notwendige Verzicht auf Ladung (und damit Tiefgang) zu Umsatzeinbußen der Reedereien. Damit ist die Attraktivität des Hafens Hamburg für den internationalen Seeverkehr in Frage gestellt. Dies wiegt umso schwerer, da sich die europäischen Konkurrenzhäfen bereits um verbesserte Zufahrtsbedingungen für Containerschiffe bemühen, sofern sie diese nicht bereits ermöglichen.
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