Der Ausbau von Unter – und Außenelbe ist ein komplexes Großvorhaben,
bei dem unterschiedliche Interessenslagen berücksichtigt werden müssen.
Ob Anwohner oder Landwirte, Fischer, Naturschützer oder anderweitig
Betroffene - sie alle möchte die Initiative „Zukunft Elbe“ während der
laufenden Planungen transparent und umfassend über den geplanten
Fahrrinnenausbau sowie die ökonomischen und ökologischen Belange
informieren. Darüber hinaus fördert die Initiative auch den sachlichen
Dialog: Neben der Internetplattform haben Hamburg und die Wasser- und
Schifffahrtsverwaltung des Bundes im Vorfeld der formellen Beteiligung
im Planfeststellungsverfahren einen unabhängigen Moderator als
Ansprechpartner eingesetzt.
Die Rolle des Moderators
Aufgabe
des Moderators war es, Problemschwerpunkte zu erfassen und Anregungen
bzw. Vorschläge zum Verfahren der geplanten Fahrrinnenanpassung zu
sammeln. Im Vordergrund standen dabei folgende Schwerpunke:
- Deichsicherheit
- Uferunterhaltung
- schiffserzeugte Belastungen
- Fischerei
- Verschlickung
- Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen
Die Person "Moderator"
Als Moderator haben Hamburg und die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung
des Bundes Herrn Prof. Dr. Heinrich Reincke beauftragt. Vorgeschlagen
wurde Heinrich Reincke von den Landräten aus Niedersachsen und
Schleswig-Holstein: Ein von allen Beteiligten gleichermaßen anerkannter
Fachmann.
Heinrich Reincke ist ausgewiesener Experte für das
Thema „Lebensraum Elbe“. Bereits seit langem beschäftigt er sich mit
dem ökologischen Zustand des Flusses. Als studierter Bauingenieur ist
der Moderator mit allen geplanten Maßnahmen und ihren Auswirkungen auf
die Elbe und deren Umgebung bestens vertraut. Reincke arbeitete in den
achtziger Jahren beim Niedersächsischen Wasserwirtschaftsamt Stade und
darüber hinaus 16 Jahre als Leiter der Wassergütestelle Elbe der
Arbeitsgemeinschaft für die Reinhaltung der Elbe (ARGE Elbe). Im August
2004 wechselte er seinen Posten als Fachamtsleiter Gewässerschutz bei
der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt Hamburg, um die bei der
Senatskanzlei Hamburg angesiedelte Stelle des Moderators für die
Fahrrinnenanpassung zu übernehmen. Seitdem nimmt er seine Aufgabe als
Moderator im Rahmen des Verfahrens zur weiteren Fahrrinnenanpassung und
Unter- und Außenelbe wahr. Neben dieser Tätigkeit lehrt er an der
Universität Lüneburg am Fachbereich Umweltwissenschaften, engagiert
sich in der Umweltstiftung der Hamburgischen Elektrizitätswerke und
erstellt für den Projektträger „Wassertechnologie“ des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung regelmäßig Fachgutachten.
Abschlussbericht
Das Moderationsverfahren endet plangemäß mit der Auslegung der Planfeststellungsunterlagen. Seine Ergebnisse haben geholfen, eine Reihe von Problemen im Vorfeld der Planfeststellungsverfahren zu lösen. Prof. Dr. Reincke hat einen Abschlussbericht vorgelegt, den Sie hier downloaden können.
Kontakt zur Initiative
Bitte nutzen Sie für Ihre Fragen und Anregungen unser Kontaktformular.